Montag, 4. Oktober 2010

İyi ki geçiyorsun Zaman! Ya acının en derine işlediği bir anda donsaydın?


Photo by shagagraf

Die roten Zeilen ihres alten Weckers zeigten jetzt schon viel zu lange auf 03.36. 
Die Nacht stand still. 
Sie war gefangen in dieser einen Minute, genau in der, in der die Leere am tiefsten saß.  
Erschrocken rollte sie sich zur Bettkante und richtete sich auf. 
War es das jetzt? 
So sollte sie leben? 
Sie beugte ihr Kopf leicht nach vorne und fragte ihr Herz: "Bist du echt?".  
Ihr Herz machte einen Schlag und stand dann still. 
"Wie die Nacht, " flüsterte Sie, "wie der Schmerz". 
Sie ging zum Fenster und schaute vorsichtig hinaus. 
Nie wieder also, würde die Sonne über diese graue Landschaft scheinen. 
Die Straßen würden nie befreit werden, von dem dreckigen, grauen Schneematsch. 
Immer würde sie aufpassen müssen. Nie mehr, nie mehr rennen, nur noch schleichen. 
Leise müsste sie sein. 
Bis die Erde sich wieder an sie erinnerte und ihre Lunge mit Luft füllte.

Und gerade als sie sich wegdrehen und zu ihrem Bett gehen wollte, ganz leise, 
da kam er aus dem Nichts. 
Er war nicht, er lebte. Er schlief nicht, erwachte. Er schlich nicht, er rannte. 
Rannte an ihrem Fenster vorbei und verschwand in der andere Seite des Nichts. 
Es gab ihn also wirklich. 
Vorsichtig, ganz vorsichtig drehte sie ihren Kopf vom Fenster weg und sah in die roten Augen ihres Weckers. 
03.37. 
Wie sollte sich ihr Herz denn jetzt wieder an das Schlagen gewöhnen? 

~birgecevaktiydi~

1 Kommentare:

  1. Gänsehaut!! Welch eine Tiefe!
    Bitte mehr davon :)

    AntwortenLöschen